Donnerstag, 7. Juni 2012

Wochenrückblick IX

Der neunte Wochenrückblick, geehrte Herren.

Was war los im Hause Chinner bzw. in dessen Training?

1.Handstände: Hier geht es langsam weiter voran, ich bin weiterhin guter Dinge. Aktuell wechsel ich zwischen den negativen (im Sinne von Absenken aus dem geraden Handstand) Schweizer Handständen und Handstanden mit angezogenen Knien ab.
Angezogene Knie heisst: Vom normalen, freien Handstand ziehe ich die Beine an und ziehe die Beine bzw. die Knie so eng zur Brust wie möglich. Natürlich bleibe ich dabei im Handstand. Hier ist es wichtig, die Hüfte in einer bestimmten Art zu bewegen, damit man nicht umkippt. Diese Bewegung ist das A und O für den Schweizer bzw. den Wiener Handstand. So zumindest mein subjektiver Eindruck.
Weiter habe ich weiterhin Ausdauer-Handstände im Programm, soll heissen, Handstand halten auf Zeit. Leider verrenne ich mich immer wieder in eine bestimmte Übung und lasse dann andere, aktuell weniger interessante Übungen links liegen. Fundament war und ist der freie Handstand und das trainiere ich weiter, auch wenn es mal langweilt. Geist siegt über Körper.




2. Hangwaage rücklings in Kombi mit Winkelhang und co: Hier gehts schön weiter und ich kann an Feinheiten und Haltezeiten arbeiten. Video gefällig? He he he, logisch, oder? Was frag ich auch...

3. Hangwaage: Man mag es nicht glauben, aber ich komme voran (Schach und Matt, Hans :-))
Ich mache im Moment Cranks, aber eben nur mit einem Bein. Soviele WH wie möglich und das spüre ich bis in die letze Muskelfaser.

4. Fat Gripz und co: Fat Gripz stagnieren...bin planlos weshalb, aber ich trainiere trotzdem weiter. Allerdings konnte ich einen PR mit den CoC #2,5 verbuchen: Sieben WH!!! Aber, und das ist mehr als kurios: An guten Tagen (denkt an meinen Test zur Messung der Tageskraft mit den Grippern) schaffe ich nur schwer eine oder zwei Wiederholungen. An extrem starken Tagen schaffe ich eben bis zu sieben, sauberen Wiederholungen. Gründe? Keine Ahnung, ich analysiere noch.
Allerdings möchte ich hinzufügen, dass diese sieben WH mit einem leichten Vorschliessen des Grippers mit der linken Hand waren.
Tipp: Training des Grippers mit ausgetrecktem Arm ist sehr schwer. Weitaus schwerer als das normale Schliessen. 
Super gehen im Moment auch die Pinch Pulls an der Tür. Wunderbar.

5. Seit geraumer Zeit sind Ringcurls wieder im Programm. Der Unterarm ist nahezu schmerzfrei, so kann ich langsam wieder das Volumen hochfahren. Ring curls sind ein Muss für Sachen wie reverse Zugstemmen!

6. Freier Schulterstand in den Ringen: Check. Endlich. War hier auch ein Pfuscher und habe mich mit dem "an-die-Bänder-klatschen" zufrieden gegeben. Vorbei ist das Klatschen, Kontrolle pur ist Programm.

7. Versuch einer reversen Zugstemme ging böse schief: Hab mich abgelassen und irgendwie hab ich doch noch ein Trauma wegen eben dem Unterarm und so ging die Kraft schnell flöten und ich musste das Runterfallen mit Reibung an den Bändern bremsen....allerdings bremste nicht eine Höse, sondern meine nackte Kniekehle. Verdammter Mist, das tat weh. Aber war auch nicht das erste Mal, denn so mancher Handstand ging schon schief und musste mit der Kniekehle abbremsen. Sei´s drum, Brandblase vergeht, Chinner besteht.

8. Joggen und Road Work: Hier zieht sich das ganze ziemlich, ziiieeemmmliicch. Das letzte Training ist jetzt 4 Tage her und das hat sich angefühlt als hätte ich Blei in den Füssen. Hier ist der Geist schwach. Deswegen hoffe ich, dass nach dem Endurance Course in München einige Sportskollegen zu einer Art Lauftreff zusammenkommen. Wäre geil.

9. Allgemeine Verfassung: Gut, denn es geht voran. Die Kraft kommt wieder, für eindeutigen Muskelaufbau ist das Volumen noch zu gering. Allerdings werde ich in den nächsten Wochen mit Eiweiss supplementieren und das Volumen in langsamen (!!!) Schritten hochfahren. Ziel ist es, wieder in die Form von Ende 2010 zu kommen, da gings ziemlich ab. Hatte da ein geniales Programm am Start, an das ich mich im Moment im Groben halte.

10. RTO´s und co: Geht gut voran. Zwar keine Sprünge, aber zwei Gesamtwiederholungen im Volumen. Wunderbar.

11. Support bzw. Stütz an den Ringen: Die wichtigste Übung überhaupt: Endlich habe ich mein Ziel erreicht von fünf Sätzen a 20 Sekunden mit je 30 Sekunden Pause dazwischen. Achte hier auch auf perfekte Form, Zehen gestreckt, hollow position, etc.
Je nach Kraft ziehe ich vom Stütz in eine tucked Ring planche (sorry, keine Übersetzung parat) und halte. Ei ei ei, sehr anstrengend, aber nach drei Sätzen brennt der Oberkörper, insbesondere der Ellenbogenbereich im positiven Sinne! Je stärker eben der Stütz und die angrenzenden Übungen sind, desto besser wird man an den Ringen.

12. Kräutergarten bzw. Kräuterbalkon rocks: Geil, Erdbeeren vom Balkon. Zwar nicht viel, aber selbst gezogen.
Best of dieser Woche: Selbsthergestellte Basilikumbutter. Heureka, yummy yummy. 

Mein größtes Ziel für 2012 war bzw. ist es verletzungsfrei zu werden und zu bleiben. Bisher hat es wunderbar geklappt. Ich hoffe weiter auf einen guten Verlauf und die Kollateralschäden wie einarmige Klimmzüge und den Schweizer Handstand. Das wäre der Hammer. Das beste Jahr seit langem.


Beste Grüsse


Chinner

Kommentare:

  1. Moin!

    1. feiner, interessanter Beitrag wie gewohnt :)

    2. von wegen „Leider verrenne ich mich immer wieder in eine bestimmte Übung und lasse dann andere, aktuell weniger interessante Übungen links liegen.“ Kenn ich.. Wer das gleiche Problem hat, dem kann ich persönlich nur die Ringserien wärmstens ans Herz legen. In eine Serie kann man viele viele Sachen reinpacken und so massig Zeit sparen.

    Dann hat man zumindest etwas mehr Raum zum planen, wo man Seilklettern, gezieltes Griffkrafttraining, Außenrotation, Handstände, Locomotion, Stretching usw usw unterbringen kann.

    3. Ich bin schon gespannt auf das Hangwaagen-Video! Meinst Du das klappt bis Ende des Sommers? ;)

    AntwortenLöschen
  2. Huaber Schorsch8. Juni 2012 um 12:58

    Korrekt wäre übrigens die römische Ziffer IX, nicht VIIII, diese gibt es nicht. :-DD

    AntwortenLöschen
  3. He he he, na da schau her, der Hans :-)

    Richtig, Ringserien rocken. Wichtig ist aber trotzdem das Fundament behalten und sich an die Dinge erinnern, die einen eben zur Ringserie gebracht haben. Hier und da einen Satz eben dieser Übung(-en) einstreuen schadet nicht bzw. ist ein Muss.

    Aus lauter Trotz schiebe ich jetzt das Video in den Herbst...nein, Micha hat schon Instruktionen für die nächsten Hangwaagen-Einheit. Da wirst schauen, wie schnell ich das Video herzaubere :-)

    AntwortenLöschen
  4. Verdammt, und ich hatte es schon in den Hintergedanken, dass das irgendwie komisch aussieht mit der römischen Zahl. Natürlich zu faul zum googeln :-)

    Huaber Schorsch, danke Dir! Ist ausgebessert.

    AntwortenLöschen
  5. Du könntest Deine Rückblicke auch „KW xy 2012 (etc.)“ nennen.

    Sonst bist Du irgendwann bei CCCLXXIV und keiner hat mehr nen Plan, wo das noch hinführen soll ;)

    Schöööönes Wochenende!

    AntwortenLöschen
  6. Hey chinner!

    ab wann sollte der support so stark sein, dass man mit ring-dips beginnen kann? Also wie viele sekunden pro satz?

    Grüße aus hessen =)

    AntwortenLöschen
  7. Hey Hans, da hast zugegebenerweise nicht unrecht! Werd ich überdenken!

    @Anonym: Anfängersupport, also einfach oben halten ohne ausdrehen...so um die 20 Sekunden. Dann kannst normale Dips machen. Für richtige Ringdips, also Bulgarian, RTO etc, muss Dich mit dem Stütz mit ausgedrehten Händen beschäftigen und hier auf 3Sätze a 20 Sekunden hinarbeiten.


    Grüsse

    AntwortenLöschen
  8. Servus Alex!
    Sag mal kann es sein, dass „fat-grip-hangs“ richtig gut für starke Handgelenke sind? Ich häng erst seit n paar Tagen hin und wieder für bis zu 40 Sekunden (2-3 Sätze) am 6,4er Rohr und hab das Gefühl, dass sowohl Handgelenke als auch Unterarme schon dicker geworden sind. Und nach der Handstandarbeit gestern hat GAR NIX gezwickt...

    AntwortenLöschen
  9. Servus Hans,

    ja, absolut richtig. Ich bin ja jetz nicht wirklich der Handstand-Spezialist, aber zwei Dinge sind mir aufgefallen:

    1. Training Handstand ohne gleichzeitiges oder vorher ausgeführtes Training der Finger an den FatGripz: Da zieht es doch mal hier und da in den Fingern, Handgelenken und Unterarmen

    2. Training Handstand mit eben gleichzeitigem oder vorher ausgeführtem Training der Finger an den Fat Gripz: Da zieht nix, ich steh viel viel sicherer und stabiler. Auch die Absenkebewegung für den Schweizer ist sehr viel kraftvoller.

    Viele Grüsse

    Alex

    AntwortenLöschen
  10. Servus Chinner,

    mich würde interessieren wie oft Du besagte Ring Curls in Dein Programm integrierst. Spiele auch mit dem Gedanken die Übung in mein "Repertoire" aufzunehmen, allerdings bin ich mir noch nicht so übder das Volumen klar. Wollen den Bizeps ja nicht überbeanspruchen ;-)

    Vielen Dank & Grüsse
    Lars

    AntwortenLöschen
  11. Servus Lars,

    die RingCurls mache ich immer am Ende eine Trainings. Hier oft in Kombination mit dem Halten des Stützes, das ist die Hölle. Bei weniger Energie -oder besser Lust - mach ich zwei oder drei Sätze. Erster Satz ist immer recht leicht, also Wiederholungen um die 10. Zweiter Satz ist schwerer und der dritte Satz dann richtig hart, da bin ich aber dann schon immer parallel zum Boden. Manchmal sind die Beine auch höer als die Schultern. Es geht voran.


    Grüsse

    Chinner

    AntwortenLöschen

Einfaches Training......Training mit Ringen und BWEs