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Montag, 8. Dezember 2008

Azaryan, Ringe und zerstörte Arme...

Guten Abend geehrter Leser,

wie schon in der äußerst geistreichen Überschrift dieses Eintrags zu lesen, werde ich heute auf einige interessante Themen eingehen:

1. Aufgang zum Support:

Mit diesem Thema beschäftige ich mich schon länger. Jeder kennt den wohl bekanntesten Aufgang zum Support, nämlich den Muscle up. Der Muscle up an sich ist ja schon ne feine Sache, aber noch geiler und sehr schön anzusehen ist wohl der Azaryan, benannt nach Albert Azaryan:



Natürlich ist das schon ne krasse Geschichte, aber das Iron Cross kann man am Anfang ja mal weglassen. Man wills ja nicht gleich übertreiben, gelle.

Genau diesen Aufgang trainiere (ersetze "trainiere" durch "versuche") ich schon seit geraumer Zeit, selbstverständlich ohne das Cross.
In einigen Monden werde ich wohl mal soweit sein, ist bei meiner Größe und Gewicht kein so leichtes Unterfangen.

2. Der Azaryan bringt mich zum nächsten Thema: Training an den Ringen

Des öfteren kommt die Frage nach einem Trainingsprogramm mit x Übungen, Sätzen und Wiederholungen.
Am Anfang ist es selbstverständlich richtig und auch nötig, mit gewissen Basisübungen die Grundkraft an den Ringen aufzubauen.

Somit sollte man die ersten Wochen und Monate damit verbringen, um

2.1 Muscle up zu lernen
2.2 Front Lever zu lernen
2.3 Back Lever zu lernen
2.4 Support hold und L-Sit zu trainieren
2.5 viel false gip Training einzubauen

Mit diesem Grundgerüst sollte man dann so schnell wie möglich eine Kraftserie zusammenzustellen. Kraftserien gibt es im Internet genug, eine wirklich schöne ist diese hier:




Natürlich hat das alles einen Hintergrund, den vermutlich einige kennen:

Angenommen, man trainiert eine Übung wirklich oft und gerne. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man evtl. ein hohes Level erreicht, aber keine Lust mehr auf diese Übung hat. Dieses Phänomen kenn ich sehr gut, ich denke, da bin ich nicht alleine.

Was passiert? Naja, diese Übung fliegt raus, man widmet sich einem anderen Programm. Irgendwann kommt man wieder auf diese Übung zurück und man ist.... schwächer. Scheisse, gell.

Aber jetzt kann sich der Kreis schliessen: Wenn man sich als Ringe-Besitzer nämlich so schnell wie möglich auf eine Kraftserie konzentriert, wird KEINE Übung vernachlässigt. Es gibt ja DIE Einzelübung nicht mehr, sondern man trainiert ja die Übungen im Gesamtpaket. Durch dieses Turnen wird der Körper in seiner Gesamtheit sehr gut in verschiedensten Winkeln trainiert und man wird bei den Einzelübungen sehr viel stärker.

Als Beispiel:

Neben dem Azaryan-ähnlichen Aufgang bin ich an einer recht schönen Kombi dran: Vom Support hold macht man einen tiefen Dip mit nach aussen gedrehten Daumen. Bis hierhin ist ja nicht so schwer.
Aber jetzt kommts: Beim runterlassen in die tiefste Position lehnt man sich gleichzeit nach vorne und bringt die Beine nach oben. In der untersten Position ist man somit in der Back Lever. Anschliessend drückt man sich wieder nach oben oder macht ne Drehung in die Front Lever.

Durch diese Mini-Serie habe ich in den letzten Tagen einen dermassen Muskelkater in den Armen bekommen, sowas habe ich noch nie im Leben gehabt. Wahnsinn.

So, was will denn der Lechner mit dem Text sagen:

1. Trainiert so schnell wie möglich die Übungen an den Ringen als Kraftserie.
2. Diese Kraftserien haben einen massiven Übertrag auf die Einzelübungen.
3. Durch die Kraftserien herrscht immer große Spannung im Körper. Das ist, wie wir wissen, sehr gut für die allgemeine Kraftentwicklung und Härte der Muskeln.
4. Der Spass am Training bleibt durch das Turnen fast immer auf einem gleich hohen Level, da die Möglichkeiten ja nahezu unendlich sind.


Grüsse

vom

Chinner

Einfaches Training......Training mit Ringen und BWEs